Verschlüsselt auf deinem Gerät. Ehrlich erklärt.
Wie wir deine Passwörter schützen, was unser Server trotzdem sieht – und wo die Grenzen jeder solchen Lösung liegen.
Stand der Prüfung
So funktioniert die Verschlüsselung
Nur bewährte Verfahren aus dem Browser (WebCrypto) und Argon2id – keine eigene Kryptografie.
| Baustein | Was er tut |
|---|---|
| Master-Passwort → Schlüssel | Argon2id mit 64 MiB Speicher und 3 Durchläufen macht aus deinem Master-Passwort auf deinem Gerät einen Schlüssel. Jeder Rateversuch kostet dadurch viel Rechenzeit und Speicher. |
| Kontoschlüssel | Ein zufälliger 256-Bit-Schlüssel, verpackt mit dem Schlüssel aus deinem Master-Passwort. Ein Passwortwechsel verpackt ihn nur neu – deine Einträge bleiben, wie sie sind. |
| Ein Schlüssel je Eintrag | Jeder Eintrag hat seinen eigenen Schlüssel und wird mit AES-256-GCM verschlüsselt – auch Titel, Ordner und Adresse. Einträge werden auf feste Größenstufen aufgefüllt, damit die Länge wenig verrät. |
| Liste aller Einträge | Eine verschlüsselte Liste hält fest, welche Einträge es in welchem Stand gibt. Lässt der Server einen weg oder liefert einen alten, warnt dein Gerät sichtbar. |
| Zusatzschlüssel (optional) | Ein zweiter, zufälliger Schlüssel, der nur auf deinen Geräten liegt und mit in die Ableitung einfließt. Ohne ihn hilft ein erbeuteter Datenbestand selbst bei einem schwachen Master-Passwort nicht weiter. |
| Wichtige Änderungen | Master-Passwort ändern, neuer Wiederherstellungsschlüssel, Tresor löschen: Dein Gerät unterschreibt jeden dieser Schritte. Eine gestohlene Sitzung allein reicht dafür nicht. |
Es gibt keine Hintertür, keinen Generalschlüssel und keinen „Support-Zugang". Wir können dein Master-Passwort nicht zurücksetzen und deine Einträge nicht entschlüsseln.
Dein Master-Passwort darf nicht dein Anmeldepasswort sein: Die Einrichtung prüft auf deinem Gerät, ob sich beide gleichen oder stark ähneln, und lehnt das ab. Den Grund dafür erklären wir dir dort.
Was unser Server sieht – und was nicht
Sieht der Server nicht
- dein Master-Passwort und deinen Zusatzschlüssel
- deine Passwörter, Notizen, Karten und Identitäten
- Titel, Ordnernamen und Adressen deiner Einträge
- deinen Kontoschlüssel im Klartext
Sieht der Server zwangsläufig
- wie viele Einträge du hast und in welcher Größenstufe jeder liegt (1 bis 32 KiB)
- Revisionsnummern je Eintrag und für den ganzen Tresor
- wann geschrieben wurde (in Antworten an Geräte nur als Tag)
- wann du etwas in den Papierkorb legst, importierst (nur die Menge), dein Master-Passwort änderst oder den Kontoschlüssel erneuerst
- deine verbundenen Geräte mit selbst gewähltem Namen, Plattform, Browserfamilie und letztem Entsperren
- gekürzte Netzwerk-Kennungen (Hash), wie bei jeder Anmeldung
Dateien und Datenbank liegen in Rechenzentren in Deutschland. Die Sicherungen sind ebenfalls für Deutschland vorgesehen; sie werden gerade aufgebaut.
Die Grenzen – offen gesagt
Jeder Passwortmanager hat Grenzen. Diese sind unsere.
Web-App und Erweiterung sind nicht gleich geschützt
Ein schwaches Master-Passwort bleibt ein Risiko
Ein neues Gerät erkennt einen alten Stand nicht immer
Ohne Master-Passwort und Wiederherstellungsschlüssel kein Zugriff
Schutz beim Ausfüllen
Gegen Phishing und untergeschobene Formulare.
- Ausgefüllt wird nur nach deinem Klick – nie automatisch beim Laden einer Seite.
- Vorgeschlagen werden nur Zugänge für genau diese Adresse. Ähnlich aussehende Adressen und andere Unterdomänen bekommen nichts.
- In eingebettete Fenster fremder Adressen wird nicht ausgefüllt, ebenso nicht in unsichtbare oder überdeckte Felder.
- Auf unverschlüsselten Seiten (http) fragt die Erweiterung vorher in ihrem eigenen Fenster nach.
Eine Lücke gefunden?
Wie du uns eine Sicherheitslücke meldest, steht auf unserer Sicherheitsseite.
Beta: Der Passwortmanager funktioniert, ist aber noch nicht extern geprüft. Lege dir das Notfallblatt an und exportiere deine Passwörter regelmäßig. Wir schalten die Beta Schritt für Schritt frei. Nach der Anmeldung fragst du den Zugang mit einem Klick an.
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